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Brief vom Presseattaché der chinesischen Botschaft an die Chefredakteure der österreichischen Medien

2008/03/24

                                                                                                                                                                                         Wien, den 22. März 2008

Sehr geehrte Chefredakteure,

ich habe die jüngsten Berichte über die angebliche Misshandlungen eines so genannten „Demonstranten" Tso Tashi in der chinesischen Botschaft bemerkt. Seine Angabe ist reine Lüge und Verleumdung mit böser Absicht, die ich mit großer Entschlossenheit zurückweisen muss.

Am 20. März 2008 um ca. 10:00 haben sich über 100 Demonstranten in der Nähe von unserer Botschaft (Metternichgasse/Strohgasse) gesammelt. Es ist festzustellen, dass Tso Tashi zu den ersten gehören, die ungeachtet der Warnung der österreichischen Polizei die Sperrzone mit Gewalt durchbrachen und auf das Eingangstor unserer Botschaft stürmten. Die Situation war außer Kontrolle und die Sicherheit der Botschaft war äußerst gefährdet. Tso Tashi nutzte die mangelnde Polizeipräsenz, kletterte an die Außenfassade des Botschaftsgebäudes bis auf den Balkon (auf den 1. Stock) , wo er die chinesische Nationalflagge abriss. Er versuchte auch unsere Mitarbeiter, die ihn verhindern wollten, zu überfallen. Um Tso Tashi von seiner Gewalt abzubringen, haben unsere Mitarbeiter ihn überwältigt und seine Hände mit Packband festgebunden. Umgehend nahm der Militärattaché unserer Botschaft Kontakt mit der österreichischen Polizei. Da die Situation vor unserer Botschaft immer noch beunruhigend war, baten wir die Polizisten in unsere Botschaft zu kommen, um ihn zu übergeben. Die Geschichte der so genannten Misshandlung ist rein von Tso Tashi erfunden. Er zielte darauf ab, Gerüchte zu verbreiten, um die Öffentlichkeit irrezuführen, China und die chinesischen Diplomaten zu dämonisieren. Er versuchte auch, das Mitleid der Öffentlichkeit auszunutzen, um sich nicht zu seinen gebührenden Bestrafung (Herabwürdigung staatlicher Symbole, Sachbeschädigung etc.) zu stellen.

Nach dem Wiener Übereinkommen über Diplomatische Beziehungen, sind die Räumlichkeiten der ausländischen Missionen unverletzlich. Bezugnehmend auf Anfrage seitens Wiener Zeitung habe ich am 21. März unsere Stellungnahme zu dem oben genannten Fall erläutert. Ich hoffe, dass die österreichische Öffentlichkeit die wahre Absicht von einer Handvoll Menschen erkennt, und nicht durch die falschen Informationen irregeführt wird.

LIU Chang

Presseattaché

Botschaft der Volksrepublik China in Österreich



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