| Pressemitteilung zur Situation in Tibet und zur Tibet-Frage |
| 2004/05/13 |
| Botschaft der Volksrepublik China in der Republik Österreich Pressemitteilung zur Situation in Tibet und zur Tibet-Frage 17. Oktober 2002 Tibet ist seit mehr als 700 Jahre fester Bestandteil des chinesischen Territoriums. Dies ist eine von der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der österreichischen Bundesregierung anerkannte Tatsache. In Tibet herrschte bis zu den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts das System der Leibeigenschaft mit seinen politischen und religiösen Implikationen wie im europäischen Mittelalter, das durch die Vereinigung von Politik und Religion gekennzeichnet ist. Die Beamten, Klöster und Adligen, die nicht einmal 5% der Bevölkerung in Tibet ausmachten, besaßen sämtliches Ackerland, Weideland,Waldgebiet und Bergland und das meiste Vieh, hingegen hatten die Leibeigenen und Sklaven, die 95% der Bevölkerung ausmachten, keinelei Produktionsmittel. Sie hatten weder Land noch persönliche Freiheit und lebten von ihrer Arbeit auf dem Gut eines Leibeigenenhalters, der über das Recht verfügte, über Leben oder Tod seines Leibeigenen zu entscheiden. Nach der friedlichen Befreiung Tibets am 23. Mai 1951 wurde in Tibet die nationale Gebietsautonomie durchgeführt. Das ist ein System, nach dem die von nationalen Minderheiten bewohnten Gebiete unter der einheitlichen Führung der Zentralregierung Selbstverwaltungsorgane gründen,um ihre eigenen Angelegenheiten zu verwalten. Die wichtigsten Leiter der Organe sind Tibeter. Das Autonomie Gebiet Tibet hat die Vollmacht, entsprechend der lokalen politischen,wirtschaftlichen und kulturellen Situation Autonomie-Vorschriften und spezielle Vorschriften auszuarbeiten, selbständig den lokalen Wirtschaftsaufbau und die kultuelle Entwicklung zu planen und zu verwalten. Nach der friedlichen Befreiung 1951,insbesondere seit der Reform und Öffnungspolitik Chinas haben sich gewaltige und tiefgreifende Veränderungen in Tibet vollzogen. Das Bruttosozialprodukt ist von 1951 bis 2000 um 30fache angestiegen. Über 95% der tibetischen Bauern und Hirten können sich ausreichend bekleiden und satt essen. Die zentrale Regierung und die lokalen Regierungen anderer Landesteile haben ununterbrochen Hilfsprojekte in Tibet durchgeführt, wodurch Tibet heute ein völlig neues Antlitz bekommt. Es wurden nicht nur moderne Industriezweige wie Verkehrswesen und Telekommunikation gegründet, sondern auch vorhandene Landwirtschaft, Viehwirtschaft und der Handel erfuhren eine nie dagewiesene schnelle Entwicklung. Parallel zur schnellen Entwicklung der chinesischen Wirtschaft erhöht sich auch der Lebensstandard der Bevölkerung in Tibet. In diesem ersten Halbjahr ist ein Bruttoinlandsprodukt von über 6,5 Mrd.Yuan erwirtschaftet worden, 13,1% mehr als vor einem Jahr. Die Zuwachsrate liegt über dem Durchschnitt des Landes. Tibet wird weiterhin die Reform und Öffnung vorantreiben. Bis 2005 wird das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf das führende Niveau in Westchina ansteigen . Am 8. Februar 2001 genehmigte die Zentralregierung den Bau der Eisenbahnlinie Qingzang mit einer Länge von 1925 km, wovon 960 km über 4000 m verlaufen werden. Das wird die erste Eisenbahnlinie in Tibet sein, die Lhasa voraussichtlich in 6 Jahren mit der Hauptstadt der Provinz Qinghai und damit mit den Eisenbahnnetzen im ganzen Land verbinden wird. Sie wird bei der Entwicklung Tibet eine bedeutende Rolle spielen und die wirtschaftliche Entwicklung in Tibet und auch den Tourismus und kulturellen Austausch zwischen Tibet und dem Ausland fördern. Nach der ersten Bevölkerungsstatistik gab es 1953 in Tibet rund eine Million Menschen. Der 5. Volkszählung vom November 2000 zufolge leben 2,6163 Millionen in Tibet. Das machen 92,2% der tibetischen Bevölkerung aus. Eine so hohe Wachstumsrate der Bevölkerung ist in der tibetischen Geschichte beispiellos. Es gab Ende 2000 155 300 Han-Chinesen in Tibet. Das sind 5,9% der ganzen Bevölkerung Tibets. Die anderen Nationalen Minderheiten haben mit 49 900 einen Anteil von 1,9%. Der Lamaismus ist die wichtigste Religion in Tibet und damit zugleich auch ein wichtiger Bestandteil des Alltagslebens. In Tibet stehen heute über 1700 Tempel zur Verfügung. Überall, wo Menschen leben, gibt es einen Ort für ihre religösen Aktivitäten. Das Bedürfnis der Gläubigen nach einem normalen religiösen Leben ist dadurch garantiert. In den meisten Tempel in Tibet wird ein demokratisches System praktiziert. Die wichtigen Führer werden von den Mönchen in freier Abstimmung gewählt. Dadurch soll neben der Glaubensfreiheit auch die Gleichberechtigung aller Gläubigen gewährleistet werden. Die Lage der Menschenrechte in Tibet hat also einen großen Sprung nach vorn gemacht. Es ist nicht schwer, diesen Schluß zu ziehen, wenn man keine Vorurteile gegenüber der chinesischen Regierung hat. Der Dalai Lama ist nicht eine einfache Persönlichkeit aus dem geistlichen Kreis, sondern ein politischer Exilant, der sich seit langem im Aulsland um Chinas Spaltung bemüht. Die Politik der Zentralregierung für die Kontaktaufnahme und die Verhandlungen mit dem Dalai Lama ist konsequent und eindeutig: er muß seine Ansicht über die Unabhängigkeit von Tibet aufgeben, die Aktivitäten zur Spaltung des Vaterlandes einstellen und eindeutig erklären , daß Tibet ein untrennbarer Bestandteil und Taiwan eine Provinz Chinas sowie die Volksrepublik China die einzige legitime Regierung ist, die das ganze China vertritt. Die Wahrung der Einheit des Landes, der Kampf gegen Separatismus und die Verstärkung der Geschlossenheit der verschiedenen Nationalitäten sind die grundlegenden Voraussetzungen der Erfolge des Aufbaus von Tibet. Die Wahrung der Nationalen Einheit und die Solidarität unter allen Nationalitäten entsprechen eben den Grundinteressen der gesamten einschließlich der tibetischen Bevölkerung. |